KOLUMNE: SPOT OFF

Skandal! DEKO-LIGHT Außendienstler Hartmut Rottke über die bestürzende Behandlung unschuldiger LEDs...


Ein fröhliches "Moin" an alle Leser,

eine Kolumne soll es also sein... Nach einigen Überlegungen komme ich zum Entschluss, mal wieder im LMKL vorbeizuschauen. Eine Bar, die den meisten von euch nur allzu gut vertraut sein dürfte, schließlich trifft man im LMKL vorwiegend frustrierte LEDs mit kurzer Lebensdauer an. 

Kaum bin ich in der Bar, sehe ich am Tresen schon ein ziemlich geknicktes LED-Band rumhängen. Ich setze mich dazu und frage, was dem armen Band passiert ist. Reichlich desillusioniert erzählt es mir seine Geschichte: „Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit auf der Rolle im Dunkeln die schönste meines Lebens sein würde. Stell dir vor: kaum war ich draußen, trampeln die ersten auf mir rum, von den kleinen Pannen beim Abwickeln ganz zu schweigen. Doch der Hammer folgte erst: man presste mich im rechten Winkel in ein flaches Profil! Nun ja – ich habe alles gegeben, aber die Engstellen auf meinen Platinen haben es leider nicht überlebt. Zum Schluss leuchtete ich in den Ecken nur noch rot…“ ich spendierte dem armen Kerl noch eine ordentliche Gleichspannung, kurz glimmten seine Chips dankbar auf.

Durch das Gespräch auf mich aufmerksam geworden, sprach mich der Nachbar-Stripe an. Er sah aus, als hätte er seine 50.000 Stunden gut überstanden. Dann stellte sich raus, dass er lediglich drei Monate im aktiven Dienst war. Sein Monteur hatte ihn um 2,5 Meter verlängert, was zur vorzeitigen Alterung wegen Überstromung führte.

Den ganzen Abend über hörte ich mir die Leidensgeschichten der LMKL-Stammgäste an. Da gab es ein IP44-Band, dem das Wasser zum Schluss bis an die Kontakte stand, weil das Profil komplett abgedichtet wurde, ohne auf das Kondensat zu achten. Am Einbaustrahler-Stammtisch saß heute die Konstantstrom-Fraktion, die etliche Fehlstellen zu beklagen hatte, da Sie unter Spannung gesteckt wurden. Ich hatte sie gleich beim Reinkommen entdeckt, denn sie zuckten regelmäßig zusammen. Das Gefühl der Überspannung hatte sich fest in ihre Platinen eingebrannt.

Nach einigen Drinks und unzähligen Gesprächen brachten es sechs Poolleuchten auf den Punkt: Ich kannte sie von früher. Vor ihrem Einsatz lagen sie lange auf einer Baustelle rum. Irgendwann rief mich der Monteur an und reklamierte, dass keine dieser nichtsnutzigen Leuchten ihren vorgesehenen Dienst verrichtete. Auf meine Rückfrage, wo denn die passenden (mitgelieferten!) Netzgeräte verbaut wurden – peinliches Schweigen. „Weißt du Hartmut, wir werden unter höchsten Ansprüchen produziert, ihr habt enorme Erwartungen an uns hinsichtlich Helligkeit, Farbwiedergabe und Lebensdauer. Aber ihr macht euch einfach keine Gedanken beim Verbauen. Wir können nur das alles geben, wenn ihr für die passende Umgebung, für Sorgfalt und Sicherheit sorgt!“

Ich musste ihnen Recht geben. Lasst uns alle daran arbeiten, dass sich die kleinen Dinger bei uns wohlfühlen. Und wenn es Fragen gibt, kommt gerne auf mich zu!


Euer Hartmut


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